Die wahren Gründe für das Bargeldverbot

Warum das Bargeldverbot wirklich kommt

Das Bargeldverbot wird kommen. Die Frage ist nicht ob, sondern wann, wenn wir es nicht stoppen. Um aber zu verstehen, warum das Bargeldverbot überall in Europa und der Welt angesprochen wird, muss man zwei ganz wichtige Punkte verstehen. Um eine Sache vorweg zu nehmen, es hat nichts mit Drogen oder Terrorismus zu tun.

Der erste Grund für das Bargeldverbot basiert auf einem grundlegenden Fehler der keynesianischen Wirtschaftswissenschaften. Wirtschaftswissenschaft ist nicht ein großer Wissenschaftsbereich, sondern es gibt zwei verschiedene Theorien und Denkrichtungen, die in dem Großteil der Themen einer anderen Meinung sind. Es gibt den Keynesianismus, der mit Abstand größten Denkrichtung, welche weltweit von nahezu allen Politikern und Zentralbankern als Wahrheit akzeptiert und an den Universitäten gelehrt wird. Die Alternative des Keynesianismus ist die sogenannte Österreichische Schule der Nationalökonomie.

Obwohl der Keynesianismus nahezu universell gelehrt und gepredigt wird, ist er falsch. Er basiert auf einer grundlegenden Fehlannahme. Keynesianer denken, dass die Ursache für Wohlstand der Konsum ist. Deswegen hört man die Politiker in Krisen fordern: „Gebt mehr Geld aus, konsumiert mehr!“. Es werden Konjunkturpakete verabschiedet, die ebenso das Ziel haben, den Konsum zu erhöhen. Zur selben Zeit werden die Staatsausgaben vergrößert und die Zentralbank druckt mehr Geld. Und das alles mit dem einen Ziel: Den gesellschaftlichen Konsum zu erhöhen.

Wohlstand kommt aber nicht von Konsum, sondern von Produktion. Konsum ist lediglich die Folge von Wohlstand. Den Konsum zu erhöhen, macht uns nicht wohlhabender und lindert keine Krisen. Ganz im Gegenteil.

Eine Gesellschaft wird reicher, wenn mehr produziert wird: mehr Nahrungsmittel, mehr Strom, mehr Wohnraum etc. Je mehr es davon gibt, desto stärker fällt der Preis dieser Güter, was dazu führt, dass sich mehr Menschen diese Dinge leisten können. Der Lebensstandard steigt. Die Produktion dieser Güter erzeugt den Wohlstand. Der Konsum ist die Folge davon.

Stellen wir uns ein simples Beispiel vor. Denken wir an eine einsame Insel, auf der ein Mann lebt, der jeden Tag mit bloßen Händen Fische fängt. Da das sehr ineffizient ist, kann er nur einen Fisch pro Tag fangen und er kann somit nur knapp überleben. Eines Tages kommt er auf die Idee, ein Fischernetz zu bauen, um seine Produktion zu erhöhen. Um das zu bewerkstelligen, muss er seinen Konsum verringern, d. h. sparen. Er muss seine Ernährung für zwei Tage auf je einen halben Fisch verringern, sodass er einen der beiden Tage mit dem Bau des Netzes verbringen kann. Währenddessen ist es ihm ungewiss, ob seine Investition erfolgreich sein wird oder ob er am Ende umsonst gehungert hat.

Aber er hat Glück. Sein Netz funktioniert. Damit ist er in der Lage, zwei Fische pro Tag zu fangen. Sein Lebensstand steigt, weil seine Produktion gestiegen ist. Weil seine „Produktion von Fischen“ gestiegen ist, geht es ihm besser. Wohlstand kommt von Ersparnissen, die investiert werden und in einem Mehr an Produktion resultieren. Der zusätzliche Konsum von einem Fisch pro Tag ist lediglich die Folge dieses erhöhten Wohlstands.

Wäre Konsum wirklich die Ursache für Wohlstand, dann wäre eine Hyperinflation der größtmögliche Segen für die Wirtschaft, denn während einer Hyperinflation spart niemand und gleichzeitig erreicht der wirtschaftliche Konsum sein Maximum, weil jeder Mensch das Geld sofort loswerden will, weil es rapide im Preis verfällt. Die Wahrheit ist jedoch, dass eine Hyperinflation die Zerstörung und Verarmung der Gesellschaft bedeutet, weil Wohlstand eben nicht aus Konsum resultiert.

Was hat das mit dem Bargeldverbot zu tun? Das Bargeldverbot wird kommen, weil Politiker und Zentralbanker die Menschen dazu bewegen wollen, mehr Geld auszugeben. Sie denken fehlerhaft, dass Konsum der Grund für Wohlstand sei. Wie machen sie das? Die Europäische Zentralbank setzt seit geraumer Zeit auf Negativzinsen. Das bedeutet, dass man dafür bezahlen muss, Geld zu sparen. Wenn ein Bank Geld sparen will, wird dieses Geld negativ verzinst. Je tiefer der Negativzins fällt, desto eher müssen auch bald private Konten negativ verzinst werden. Man muss also neben den üblichen Kontogebühren auch noch Negativzinsen dafür bezahlen, Geld auf dem Konto zu haben.

Die meisten von uns kennen nur das Konzept von positiven Zinsen. Wenn man früher ein Girokonto hatte, dann bekam man am Ende des Jahres ein oder zwei Prozent des Guthabens von der Bank geschenkt bekommen, weil man das Geld bei ihr gelagert hat. Negativzinsen dagegen heißt, dass man nichts geschenkt bekommt, sondern dass man sogar dafür bezahlen muss, sein Geld in der Bank zu haben.

So stellt sich die Frage: „Warum sollte ich mein Geld auf der Bank lassen, wenn mein Geldes dort negativ verzinst wird? Warum sollte ich mein Geld dann nicht einfach in einem Safe zuhause lagern, wo ich keine negativen Zinsen bezahlen muss?“. Genau das wäre die logische Folge. Um zu verhindern, dass die Menschen die Negativzinsen einfach umgehen, indem sie ihr gesamtes Geld aus der Bank nehmen und Zuhause lagern, was im Übrigen das Bankensystem kollabieren lassen würde, soll Bargeld verboten werden, sodass man sich nicht unabhängig von einer Bank machen kann. Man soll gezwungen sein, alles Geld in der Bank zu haben, wo es negativ verzinst wird, damit wenig gespart und viel konsumiert wird, was langfristig in nichts Geringerem als Chaos und der Verarmung der Gesellschaft enden wird. Alles basiert auf dem simplen Fehler, anzunehmen, durch Konsum wohlhabend werden zu können. Das Bargeldverbot ist schlussendlich das logische Ende einer vollkommen fehlerhaften Grundannahme.

Der zweite wichtige Grund für das Bargeldverbot ist viel einfacher zu erklären als der erste. Es geht um allumfassende Kontrolle. Der Staat will jede wirtschaftliche Aktivität überwachen können, um alles zu besteuern.

Da der Staat ein Parasit ist, der auf Kosten der produktiven Bevölkerung lebt, kann er es nicht zulassen, dass Menschen miteinander handeln, ohne dass er sich einen Teil davon in Form von Steuern in die eigene Tasche steckt. Wenn Menschen miteinander handeln, ohne ihren Tribut an den Staat zu zahlen, das heißt Schwarzarbeit betreiben, dann geht der Staat leer aus. Das will er vermeiden. Deswegen muss er alles und jeden überwachen, um alles und jeden besteuern zu können. Das ist Parasitismus, Überwachungswahn und polizeistaatliche Kontrolle im 21 Jahrhundert.

 

In diesem Video habe ich das gesamte Thema nochmal genau erklärt und am Ende auch dargelegt, wie man sich effektiv schützen kann.

Quelle Comic: http://www.misesde.org/?p=9081


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  • rman

    Sehr geehrter Herr Krüger!
    Bedauerlicherweise schreiben Sie Dinge, die den unwissenden Leser zu falschen Schlussfolgerungen führen.
    Es wird in Ihren Ausführungen leider nicht die dringend notwendige Unterscheidung
    gemacht zwischen Zentralbankreserven und dem, was für „Normalsterbliche“
    Geld ist. Dieser Unterschied ist sehr wesentlich. Auch die Quantitäten
    sind äußerst relevant!
    Für (überschüssige) Zentralbankreserven ist der
    Einlagezinssatz derzeit negativ. Tatsächlich bedeutet das Kosten für die
    Geschäftsbanken. Nur: Diese sind im Vergleich zu den Einnahmen für die
    Zinsen auf den x-fachen Betrag an (aus dem Nichts geschöpften) Buchgeld
    einfach nur lächerlich.

    http://www.kreditopferhilfe.net/banken

    • Das ändert überhaupt gar nix an der gesamten Argumentation des Textes und des Videos

      • rman

        Sehr geehrter Herr Krüger!
        Das ist nicht ganz korrekt. Sie schreiben im Artikel: „Wenn eine Bank Geld sparen will, wird dieses Geld negativ verzinst. Je
        tiefer der Negativzins fällt, desto eher müssen auch bald private Konten

        negativ verzinst werden.“
        Dass „das System“ offensichtlich danach strebt, Negativzinsen auch für
        Private zu implementieren, soll in keiner Weise in Abrede gestellt
        werden. Aber dies mit den Negativzinsen auf Zentralbankreserven (in der
        Einlagefazilität der EZB) zu begründen, ist jedenfalls irreführend, weil dieses Argument eben aufgrund des wesentlichen Unterschieds zwischen Zentralbankreserven und dem Buchgeld (auf den Kundenkonten der Geschäftsbanken) sachlich unrichtig ist.

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