KenFM & Franz Hörmann: Tauschen ist Krieg!

Franz Hörmann sagte in einem Interview mit Ken Jebsen, dass er der Meinung ist, dass Tauschen die Vorstufe zum Krieg sei. Überprüfen wir mal, wie viel Wahrheit dahinter steckt und was die wirkliche Bedeutung von Handel ist.


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  • Reinhold Mannsberger

    Sehr geehrter Herr Krüger!

    Nach meiner Wahrnehmung basiert Ihre Kritik an den Aussagen Hörmanns hauptsächlich auf konnotativen Missverständnissen aber auch an einem unzureichenden Verständnis des Phänomens Geld.

    Zu den konnotativen Missverständnissen: Etwa in der zweiten Hälfte des Videos werden Krieg und Handel Dichotomie dargestellt. Im Verständnis von Prof. Hörmann ist dem nicht so. Nach seiner Anschauung gibt es als menschliche Umgangsformen den Krieg, den Handel und die Kooperation. Nach dieser Sichtweise unterscheidet sich die Kooperation insoferne vom Handel, als dass bei einer Kooperation nicht abgerechnet wird. Und genau das meint Hörmann, wenn er sagt: Handel ist die Vorstufe zum Krieg. (Zugegebenermaßen eine sehr extreme Formulierung.)
    Kennen Sie das Sprichwort „Beim Geld hört die Freundschaft auf“? Dieses Sprichwort enthält sehr viel soziale Weisheit. Noch deutlicher wird es meines Erachtens, wenn man es umgekehrt ausdrückt: Bei der Freundschaft hört das Geld auf. Unter Freunden kooperiert man einfach, man rechnet nicht ab (weil man einfach darauf vertraut, dass es zu einem fairen Ausgleich kommt). Auch innerhalb einer Familie rechnet man nicht ab. Aus guten – sozialen – Gründen.

    Aus Ihren Ausführungen im Video drängt sich der Schluss auf, dass Sie Geld für ein „Ding“, d.h. soetwas wie eine „Ware“ halten. Diese Sichtweise wird der Wirklichkeit nicht gerecht und zwar bei weitem nicht. Geld für eine Ware zu halten wäre in etwa so, als wenn man das User-Interface einer Software für die Software hält.
    Wenn Sie sagen, der Kunde wolle die Ware und der Händler wolle dafür Geld, ist das nicht zu Ende gedacht. Der Händler will nicht das Geld. Nein, letztlich will er etwas, was er für Geld bekommen kann. Irgendetwas, was ein Bedürfnis von ihm befriedigt oder ihm sonstwie erstrebenswert erscheint. Er will etwas, was für ihn Wert hat. Und hierbei gilt es wieder zu berücksichtigen, wie der Wert in die Welt kommt.

    • Tobias Ruck

      Schöne, ausführliche Kritik, tatsächlich stimme ich zu, dass Geld seinen Wert nur durch die Dinge erhält, die man damit kaufen kann. Ansonsten wäre Inflation ja ein widersprüchliches Konzept. Das ändert aber nichts daran, dass ein Individuum bei jedem Kauf/Verkauf eine bestimmte Geldmenge handelt. Daher ist es durchaus korrekt, zu sagen, dass Individuen Geld besitzen wollen, welches einen gewissen Wert besitzt.

      Was Sie vermutlich mit einer „Freundesökonomie“ meinen ist Kommunitarismus, bei dem eine Wirtschaft allein auf sozialen Verhältnissen wie Freundschaft beruht. Dies funktioniert unter Freunden auch erstaunlich gut, jedoch hat dies eine gewisse Obergrenze, die bei etwa 100-200 Personen liegt. Damit eine Wirtschaft auch über dieser Grenze funktioniert, ist Tausch nötig und allgemein ein Tauschmittel nötig, welches Wert speichert auch wenn man mit dem Gegenüber keinen weiteren Kontakt haben wird.

      Außerdem ist der Gedanke, dass irgendetwas an einem Tausch schlecht sein soll absurd, da keiner Person irgendwelcher Schaden zugefügt wird bzw. beide sogar davon profitieren, und alles auf freiwilliger Basis abgelaufen ist.

      • Reinhold Mannsberger

        Bitte berücksichtigen, wie der Wert in die Welt kommt. Wenn das klar ist, zeigen sich auch die Schwierigkeiten einer – vermeintlichen – Wertspeicherung in einem Tauschmittel.
        Tausch ist nicht nötig – er ist nur eine Möglichkeit. Was wirklich nötig ist (wenn die Gesellschaft friedlich bleiben soll): fairer Ausgleich.
        Stellen wir uns vor, die gesamte Produktivkraft und Leistung einer Gesellschaft (auch die Dienstleistung eines Händlers oder Managers oder einer Mutter) werden – bildlich gesprochen – in einem Topf gesammelt. Fair ist eine Wirtschaft dann, wenn jeder aus diesem Topf über seine Lebensspanne hinweg so viel an Leistungen und Gütern wieder entnehmen kann, wie er eingebracht hat.
        Es sollte klar ersichtlich sein, dass Tauschmittel für eine Wirtschaft grundsätzlich nicht notwendig sind. Äusserst hilfreich dürfte hingegen ein Abrechnungssystem sein.
        Bei den derzeitigen Entwicklungen wird wohl bald – erneut – praktisch bewiesen werden, dass Tauschmittel überflüssig sind. Geldscheine und Münzen sind tatsächlich _Mittel_ (sie haben eine physische Existenz). Aber wenn Bargeld einmal abgeschafft ist, gibt es ausschliesslich Buchungssätze und keine Tauschmittel mehr. Dass es keiner Tauschmittel bedarf, könnte man aber auch aus der Geschichte lernen. Stichwort: Fei Lun (mutmaßlich das älteste Währungssystem der Welt).

  • Andreas

    Sehr gute Darstellung !

    „Handel ist die beste Möglichkeit, Frieden zwischen verschiedenen Völkern zu sichern.“ – der zentrale Satz dieses Beitrags. Auf dem im Grunde auch (früher einmal) die EU gründen sollte. Diese wurde bekanntlich machtpolitischen Einzelinteressen geopfert – aber dafür können nur die Bürger etwas, und nicht etwa der „Handel“.

    Zur zuvor geführten Diskussion: Transparenz und Fairness lassen sich tatsächlich am besten in einer zahlen- und flächenmäßig überschaubaren Gemeinschaft realisieren ! Dabei ist es relativ egal, welche Form des Wirtschaftens gewählt wird.