Würde Anarchismus zu Chaos und Bürgerkriegen führen?

Würde Anarchismus zu Chaos und Bürgerkriegen führen? Viele Menschen denken, ohne den Staat gäbe es nur Chaos und Gesetzlosigkeit. Würde eine Abschaffung des Staates wirklich bewirken, dass die Gesellschaft zu Straßenschlachten, Mord und das Gesetz des Stärkeren verkommt? Oder gibt es Gründe, das Gegenteil zu erwarten?

Wenn Du Anarchismus ablehnst, weil Du nicht der Meinung bist, dass der Großteil der Leute gute Menschen sind, dann hast Du unendlich mal mehr Gründe Demokratie abzulehnen, wo diese ganzen „schlechten“ Menschen die Wahlen entscheiden und über dich herrschen.

So habe ich das in meinem Buch („Die größte Täuschung der Menschheitsgeschichte„) erklärt:

Es gibt 4 Fälle, die eine Gesellschaft vereinfacht verbildlichen können:

  1. Alle Menschen sind „gut“
  2. Alle Menschen sind „böse“
  3. Die Mehrheit ist „böse“ und die Minderheit ist „gut“
  4. Die Mehrheit ist „gut“ und die Minderheit ist „böse“

Zu 1.: Wenn alle Menschen „gut“ sind, brauchte man offensichtlich keinen Staat. Jeder Mensch wäre rational, ehrenhaft, selbstlos, respektvoll und moralisch. Es wäre eine paradiesische Utopie auf Erden.

Zu 2.: Wenn alle Menschen „böse“ sind, dann wäre die Welt hoffnungslos verloren. Alle Menschen würden sich gegenseitig bestehlen und Gewalt gegeneinander ausüben. Die Herrscher wären „böse“ und die Beherrschten wären „böse“. Keine lebenswerte Zivilisation könnte daraus entstehen, egal ob mit oder ohne Staat.

Zu 3.: Wenn die Mehrheit der Menschen „böse“ ist, dann wird sie in der Demokratie stets die Überhand haben und die „guten“ Menschen unterdrücken können. Eine solche Gesellschaft kann nicht lebenswert für „gute“ Menschen sein. Wenn man auf der Seite der „guten“ Menschen ist, dann könnte man keinen Staat erlauben, weil man damit die „guten“ Menschen versklaven würde.

Zu 4.: Dieser Fall spiegelt meiner Meinung nach am besten die Realität wider. Die Mehrheit der Menschen ist „gut“. Doch auch in so einem Fall ist ein Staat ein Problem, da der Staat immer die „bösen“ Menschen anziehen wird. „Gute“ Menschen wollen in der Regel nicht über andere herrschen, „schlechte“ Menschen schon. Machtpositionen sind in erster Linie für Menschen interessant, die Macht ausüben wollen. Sie werden den „guten“ Menschen also erzählen, was sie hören wollen, um gewählt zu werden, um dann die Macht in ihrem Interesse zu nutzen. Genau das ist die Realität westlicher Demokratien, bei denen die korruptesten Menschen im Staat arbeiten und nur zu oft vollkommen gegen das Interesse der Bevölkerung handeln. Oder will mir jemand erzählen, dass Politiker immer zuallererst an die einfachen Bürger denken, anstatt an ihren eigenen Vorteil, die machtvollen Lobbyisten, die größten Parteispender und die einflussreichen Sonderinteressengruppen?

In jedem Fall ist es entweder überflüssig oder ein erheblicher Nachteil, einen Staat zu haben. In keinem der Fälle ist es ein Vorteil.


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